Stadrat beschließt Konzept für den Freihamer Park

Quelle: Wolfram Gothe / LHM Baureferat

Der Bauausschuss des Stadtrats hat ein vom Baureferat (Gartenbau) erarbeitetes Strukturkonzept als Grundlage für die Weiterentwicklung des Freihamer Parks beschlossen.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der rund 60 Hektar große Freihamer Park, der derzeit im neuen Stadtgebiet Freiham Nord entsteht, ist ein wichtiger Bestandteil des Münchner Grüngürtels. Das in Zusammenarbeit mit einem renommierten Münchner Landschaftsarchitekturbüro erstellte Strukturkonzept ermöglicht uns, diesen Park abschnittsweise zu entwickeln. So können wir gezielt künftige Bedarfe der Anwohner*innen einbinden und so sicherstellen, dass ein zusammenhängender und ganzheitlich erlebbarer Freiraum für alle Altersgruppen im Freihamer Park entsteht.“
Das Strukturkonzept für den Freihamer Park berücksichtigt die aktuellen Rahmenbedingungen wie den sechsspurigen Ausbau der Autobahn A99 mit den notwendigen Lärmschutzmaßnahmen und die geplante Verlängerung der U5 West von Pasing nach Freiham. Darüber hinaus sind unter anderem die Anforderungen hinsichtlich der Klimaanpassung, der Förderung der Biodiversität, Angebote für Veranstaltungen und Gastronomie sowie die Verortung von Spiel- und Sportangeboten in der Konzeption integriert. Ein absolutes Highlight ist der Vorschlag zur Umsetzung von zwei Badeseen im Park. Neben dem großen Freizeitnutzen und dem ökologischen Wert stehen diese im direkten Zusammenhang mit den erforderlichen Geländemodellierungen im Bereich des bestehenden Lärmschutzwalls zur Autobahn.
Die Besonderheit ist, dass der Park nicht wie bisher auf Basis eines konkreten Gesamtplans entwickelt wird, sondern durch die Festlegung der oben beschriebenen Elemente ein strukturelles Grundgerüst bereitstellt, das den Rahmen für ein stimmiges, vielfältiges und funktionales, aber auch weiterhin flexibles Gesamtkonzept bildet. Dies ist nötig, weil die zeitliche Umsetzung des Freihamer Parks maßgeblich von verschiedenen Faktoren abhängt. Dazu gehören unter anderem die bereits genannten und geplanten Baumaßnahmen, der Abschluss der angrenzenden Siedlungsentwicklung sowie die Verfügbarkeit der Grundstücke, die für den Park benötigt werden. All diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass unterschiedliche Flächen des zukünftigen Parks zu unterschiedlichen Zeitpunkten für eine Realisierung zur Verfügung stehen.

Erstausbau von Jugendspiel-, Sport und Freizeitangeboten
Im südlichen Abschnitt des zukünftigen Freihamer Parks steht eine rund fünf Hektar große Fläche für einen zeitnahen Erstausbau mit einem Fokus auf Freizeitangebote für Jugendliche zur Verfügung. Der Stadtrat hat das Baureferat damit beauftragt, für den Erstausbau des Jugendspiel-, Sport- und Freizeitangebots die Entwurfsplanung zu erarbeiten, die Finanzierung im kommenden Eckdatenverfahren anzumelden und die Realisierung schnellstmöglich herbeizuführen. Für dieses Planungskonzept hat das Baureferat (Gartenbau) bereits im Mai 2025 eine Jugendbeteiligung in Kooperation mit den ansässigen Jugendfreizeitstätten durchgeführt. Jugendliche konnten ihre Ideen, Beobachtungen und Wünsche einbringen, die anschließend von dem beauftragten Landschaftsarchitekturbüro geprüft und weitgehend in die Planung übernommen wurden. Die Präsentation der Pläne beim Tag der offenen Türen stieß auf positive Resonanz. Ergänzende Hinweise aus der Bürgerschaft wurden geprüft und soweit möglich in die weitere Planung aufgenommen.
Die geplanten Sportflächen bieten Raum für klassische Sportarten wie Basket-, Street- und Fußball sowie neue Trendsportarten wie Pickle- und Teqball. Ein Boulder-Würfel in der Mitte ist ein zentraler Anziehungs- und Treffpunkt. Calisthenicsgeräte zum individuellen Training von Kraft, Koordination und Balance schließen an eine Parkouranlage an.

Hier können Sie den Beschluss des Stadtrates nachlesen: link.